Projekt «Tarifermittlungsgrundsätze»
Der Bundesrat plant eine Revision der Krankenversicherungsverordnung (KVV). Ziel ist es, die Grundlagen der Tarifermittlung weiterzuentwickeln und ein nationales Benchmarking einzuführen. Dadurch sollen die Kosten zwischen Spitälern künftig besser vergleichbar sowie die Vergütung transparenter und gerechter gestaltet werden.
Bereits 2020 hatte der Bundesrat eine entsprechende KVV-Änderung vorgeschlagen. Im Rahmen der Vernehmlassung wurde ein Effizienzmassstab auf dem 25. Perzentil als angemessen beurteilt, zudem sollte der Spielraum für Tarifverhandlungen deutlich eingeschränkt werden.
Dank des Engagements von H+ und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens wurde dieser Vorschlag zurückgezogen. Stattdessen beauftragte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Tarifpartner der stationären Versorgung damit, im Rahmen des Projekts «Tarifermittlungsgrundsätze» die fachlichen Grundlagen für eine überarbeitete Revision zu erarbeiten.
In einer ersten Phase konzentriert sich das Projekt auf den akutsomatischen Bereich. Eine spätere Ausweitung auf weitere Bereiche wie die Psychiatrie und die Rehabilitation ist vorgesehen.
Im Auftrag der Tarifpartner entwickelt nun die Polynomics AG in Kooperation mit der Universität Luzern ein wissenschaftlich fundiertes Modell. Dieses untersucht, ob und in welchem Ausmass exogene Faktoren Unterschiede in den stationären Fallnormkosten erklären können – insbesondere solche, die im heutigen SwissDRG-System noch nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt sind. Grundlage bilden umfassende Spitaldaten.
Das Projekt ist breit abgestützt: Ein Steuerungsausschuss sowie eine operative Arbeitsgruppe mit Vertretungen von Spitälern, Versicherern und Kantonen arbeiten eng zusammen, um eine tragfähige Lösung zu entwickeln. Ergänzend stellen unabhängige wissenschaftliche Reviews sicher, dass das Modell methodisch fundiert, transparent und verlässlich ist.
- Simon Stahel, Leiter Tarifmanagement stationär, H+
- Guido Speck, CEO Kantonsspital Winterthur, Vorstandsmitglied, H+
- Marcel Reinhard, Leiter Ertragsmanagement, Inselgruppe
- Philippe Widmer, Stv. Spitaldirektor, Spital Limmattal
- Melanie Zemp, Bereichsleiterin stationäre Tarife, Stv. des Direktors, MTK/ZMT
- Riadh Zeramdini, Leiter Region Ost & West, Stv. Geschäftsführer, HSK
- Gernot Stirnimann, Leiter Tarife und Grundlagen KVG, CSS
- Lukas Heri, Leiter Leistungseinkauf, tarifsuisse
- Kosta Shatrov, Projektleiter, GDK
- Eva Spring, Fachverantwortliche Tarife, H+
- Simon Spika, OP Management, Universitätsspital Zürich
- Renato Laffranchi, Head of Funder Relations, Hirslanden
- Barbara Nabold, Tarife und Betriebswirtschaft, Verband Zürcher Krankenhäuser
- Ivan Glavas, Leiter Tarife und Leistungsmanagement, Kantonsspital Aarau
- Doris Giulieri, Leiterin Finanzen und Controlling, Ente Ospedaliero Cantonale
- Annette Messer, Leiterin Fachbereich Leistungseinkauf, santéservices
- Martin Jacobs, Experte Fachbereich, santéservices
- Beat Brüngger, Gesundheitsökonom, HSK
- Christoph Achermann, Leiter Data Services Einkaufsmanagement, CSS
- Jan Baumgartner, Fachspezialist, CSS
- Thomas Gähwiler, Gesundheitsökonom, Bereichsleiter stationäre Tarife, MTK/ZMT
- Martin Rölli, Tarife & Rechnungskontrolle, Gesundheitsdirektion Zürich
